„Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“ erhält Förderung

Sozialdezernentin Stephanie Becker-Bösch: „Wir ebnen im Wetteraukreis die Wege, eine Ausbildung aufzunehmen. Das Projekt bietet Menschen mit Flucht- und Migrationshintergrund eine Chance, sich für Ausbildung in diesem Segment zu interessieren, sich zu qualifizieren, um dann in den Arbeitsmarkt der Sozialwirtschaft einzumünden.“

Der Hessische Minister für Soziales und Integration, Stefan Grüttner, hat im Hessischen Landtag die Förderzusagen an die sieben Träger des neuen Förderangebots ‚Sozialwirtschaft integriert‘ übergeben. „Um eine nachhaltige, stabile und dauerhafte Integration zu erreichen, sind passgenaue Qualifizierungen erforderlich. Dabei stehen wir aktuell vor der besonderen Herausforderung, Geflüchtete mit guter Bleibeperspektive sowie Migrantinnen und Migranten als Fachkräfte in den Arbeitsmarkt zu integrieren“, betonte Grüttner. „Mit dem Förderinstrument „Sozialwirtschaft integriert“ fördern wir Konzepte, die dazu beitragen, dass Menschen mit Migrationshintergrund, darunter insbesondere auch Geflüchtete, die Chance erhalten, eine Ausbildung im Bereich der Sozialwirtschaft erfolgreich zu absolvieren und anschließend in der Sozialwirtschaft als Fachkraft tätig zu werden.“

„Die Berufe der Sozialwirtschaft sind der Kitt, der unsere Gesellschaft zusammenhält“, unterstrich der Arbeitsminister und stellte dabei die Bereiche Pflege, Kinderbetreuung sowie die Gesundheitsfachberufe besonders heraus. „Es gibt zu viele Menschen, die wegen fehlender Abschlüsse bisher nicht in diese Berufen arbeiten können, die aber eine hohe Affinität und Motivation für diese Berufe mitbringen.“

Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft (Landkreise Wetterau und Gießen)

Das Projekt eröffnet Wege, eine Ausbildung im Bereich Gesundheits- und Krankenpflege, Altenpflege oder Erziehung aufzunehmen und als Zwischenschritt den Hauptschulabschluss zu erwerben. Den Teilnehmerinnen und Teilnehmern soll ermöglicht werden, im Bereich Erziehung (z.B. Teilhabeassistenz, Tagesmutter/Tagesvater, Kinderbetreuer/Babysitter, Helfertätigkeiten in sozialen Einrichtungen) oder im Bereich Pflege (Betreuung von Demenzkranken, Alltagsbegleiter, Hauswirtschaft oder Pflegeassistenz) eine Tätigkeit aufzunehmen. Auch für diejenigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer, bei denen sich im Projektverlauf ergibt, dass sie für eine pflegerische oder erzieherische Aufgabe nicht in Frage kommen, wird eine berufliche Perspektive erarbeitet, bevorzugt andere qualifizierte Ausbildungsberufe in den Bereichen der Sozialwirtschaft. Ziel ist es, etwa 130 Teilnehmende sich im Bereich Sozialwirtschaft fachspezifisch zu qualifizieren.

„Ich freue mich, dass unser Projekt für die Förderung ausgewählt wurde. Es ist uns gelungen, innerhalb kürzester Zeit hierfür mehrere Kooperationspartner an einen Tisch zu holen und eine gemeinsam Abstimmung zu erzielen“, so Stephanie Becker-Bösch.

Die konkrete Umsetzung des Projektes liegt beim Jobcenter Wetterau und den lokalen Bildung- und Beschäftigungsträgern FAB gGmbH für Frauen Arbeit Bildung und Regionale Dienstleistungen Wetterau – Trockendock e.V.

"Wir planen eine enge Zusammenarbeit mit den Fachschulen der Region, dem Nachbarlandkreis Giessen und der Agentur für Arbeit. Dazu können wir auf das gut entwickelte Netzwerk zwischen der Kreisverwaltung und den regionalen Akteuren in den Bereichen Bildung und Beschäftigung zurückgreifen“, resümiert Becker-Bösch. „Ich bin davon überzeugt, dass die „Wetterauer Wege in die Sozialwirtschaft“, die zunächst bis Ende 2022 geebnet sind, sehr erfolgreiche Wege sein werden.“, sagt die Erste Kreisbeigeordnete.

Das Volumen des Projektes beträgt über die Laufzeit insgesamt ca. 2,3 Mio. Euro, wovon das Land Hassen ca. 1,5 Mio. Euro im Rahmen der Projektförderung übernimmt.